Themenabend „KI kann Wissen vermitteln – aber keine Bildung“
Im Literaturhaus München hat das Landheim Ammersee hat zu einem Themen- und Netzwerkabend abend rund um Künstliche Intelligenz und Bildung eingeladen. Unter dem Titel „KI kann Wissen vermitteln – aber keine Bildung“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie Schulen mit einer Technologie umgehen, die bereits heute den Lernalltag vieler Schülerinnen und Schüler prägt.
Den Impulsvortrag hielt Tristan Post, Gründer und CEO des AI Strategy Institute. Post ordnete KI als technologischen Umbruch ein, der – ähnlich wie Computer und Internet – den Zugang zu komplexen Fähigkeiten demokratisiert. Besonders generative KI senke die Hürden stark, weil die Bedienung über natürliche Sprache möglich werde. Für Bildungseinrichtungen bedeute das vor allem: KI kann nicht ignoriert werden; entscheidend sei die Fähigkeit, kritisch, reflektiert und verantwortungsvoll mit KI zu arbeiten.
Im Anschluss diskutierten Schulleiter Matthias Bangert, Schülerin Luise Bingmann, Unternehmerin und Schülermutter Sabine Walter sowie Tristan Post über Chancen und Risiken von KI in Schule und Gesellschaft. Moderiert wurde die Runde von Stiftungsleiter Rüdiger Häusler. Im Publikum waren Schüler, Eltern sowie ehemalige Schülerinnen und Schüler vertreten.
In der Diskussion wurde deutlich, dass KI sowohl große Bildungschancen eröffnet – etwa durch personalisiertes Lernen, unmittelbares Feedback und neue Formen der Unterstützung – als auch neue Herausforderungen mit sich bringt. Thematisiert wurden unter anderem Fragen der Chancengerechtigkeit und des Umgangs mit Täuschung („Schummeln“), aber auch die Bedeutung von Beziehung, Wertebildung, Teamfähigkeit und echten Erfahrungen, die KI nicht ersetzen kann. Als Internat und Tagesheim sieht das Landheim Ammersee besondere Möglichkeiten, KI sinnvoll einzubetten, ohne das zentrale Element von Bildung aus dem Blick zu verlieren: das Miteinander.
„KI wird bleiben. Unsere Aufgabe ist es, junge Menschen so zu begleiten, dass sie KI kompetent nutzen, Ergebnisse bewerten und Verantwortung übernehmen können – und gleichzeitig das stärken, was Bildung im Kern ausmacht: Haltung, Persönlichkeit und Gemeinschaft“, fasst das Landheim Ammersee den Abend zusammen.
Der anschließende Austausch beim Empfang war intensiv, interessant und persönlich.
